"Wollen wir auf Schatzsuche gehen?"

Wetten, daß dieser Satz schlagartig mit Aufmerksamkeit seitens eurer Kinder belohnt wird? Ganz sicher springen eure Kids vom Sofa auf und zwar egal, ob draußen Sch...wetter ist und vorher eigentlich überhaupt niemand Lust hatte, sich nach draußen zu bewegen.

Geocaching mit Kindern ist eine wunderbare Variante für Tage, an denen ihr nicht so richtig wißt, was ihr eigentlich machen sollt. Weil z.B. das Wetter nicht optimal ist, ihr rund um eure Haustür schon alles kennt und nichts Neues lockt. Oder weil ganz einfach niemand eine zündende Idee hat!

Geocaching versüßt langweilige Wandertouren für Kids, füllt Lücken und Wartezeiten in Städten, führt euch zu abenteuerlichen, geheimnisvollen oder einfach nur spannenden neuen Plätzen, die ihr ohne die moderne Schatzsuche niemals entdeckt hättet. Kurzum, geocachen ist irgendwie einfach immer eine gute Idee!

Damit eure Geocaching-Tour aber auch ein Erfolg wird, gibt`s einiges zu beachten, gerade wenn man mit Kindern unterwegs ist. Die wichtigsten Tipps haben wir hier für euch zusammen gestellt:

Wo kann ich das denn machen?

Mittlerweile kann man wirklich sagen: überall!

Flächendeckend gibt es Millionen von Caches und täglich werden es mehr. Meist ist der nächste Cache nur 1,2 Kilometer entfernt. Die aktuell größte Geocaching-Datenbank findet ihr auf geocaching.com, hier sind die meisten Caches weltweit verzeichnet. Aber auch auf opencaching.de wird man fündig.

Da sich die Auswahl für kindergeeignete Caches jedoch recht schwierig gestaltet, haben wir uns diesem Thema angenommen und eine eigene Karte dazu erstellt.

Die schönsten Geocaches für Kinder:

Geocachen, wie geht das denn eigentlich?

Was ihr als Erstes braucht, ist ein Zugang zur o.g. Plattform geocaching.com. Dort legt ihr euch ein Profil an, für den Anfang reicht übrigens die kostenlose Basismitgliddschaft völlig aus! Danach sucht ihr euch einen interessanten Cache aus (zu der Auswahl kindergeeigneter Geocaches kommen wir später noch). Die Koordinaten des Geocaches müßt ihr nun in euer Smartphone oder GPS-Gerät laden.

Habt ihr die Daten hochgeladen, heißt es suchen :-). Je nach ausgewähltem Cache befindet sich der "Schatz" in einer mehr oder weniger kleinen Dose an einem mehr oder weniger schwierigem Versteck.

Habt ihr den Cache gefunden, tragt ihr euch in das beiliegende Logbuch mit eurem Profilnamen ein. Beeinhaltet der Cache einen Gegenstand, dürft ihr diesen entnehmen, müßt aber dafür einen gleichwertigen oder höherwertigen Gegenstand eintauschen. Danach legt ihr die Dose wieder an ihren ursprünglichen Platz zurück!

Ganz wichtig: in manchen Dosen befinden sich Gegenstände (sog. "Trackables"), diese sind gesondert gekennzeichnet und dürfen nicht zum "Behalten" entnommen werden! Diese Trackables müssen wieder in einen anderen, passenden Cache gelegt werden. In welchen, steht in der Cachebeschreibung. Bitte haltet euch daran und nehmt keinen Trackable mit, wenn ihr nicht sicher seid, daß ihr ihn auch wieder wie gewünscht weiterreichen könnt!

Das Ganze solltet ihr möglichst unbeobachtet erledigen, damit der Cache weiterhin geheim bleibt und nicht von Unwissenden (den sogenannten "Muggeln") geräubert oder zerstört wird. Das kommt leider immer wieder vor.

Zu Hause (oder per Smartphone vor Ort) loggt ihr dann noch euren Besuch auf der Geocaching-Plattform. Das hört sich jetzt alles ein wenig kompliziert an, ist es aber überhaupt nicht. Im Gegenteil, es macht einfach nur riesig Spaß!

Ab welchem Alter kann ich mit meinen Kindern geocachen?

So richtig Sinn macht es eigentlich erst im Vorschulalter. Natürlich können auch kleinere Kinder oder Geschwister vorher mit, aber sie werden den Sinn des Ganzen noch nicht so richtig begreifen.

Auch Kindern im Vorschulalter muß man vorab ein bißchen was erklären, damit der erste Ausflug nicht zu einer Enttäuschung wird. Ganz wichtig ist hier der Fakt, daß nicht jeder Geocache auch einen "Schatz" (aus den Augen eines Kindes gesehen) beherbergt. Sehr kleine Caches (sog. Micros) beherbergen beispielsweise keine Tauschgegenstände.

Je älter die Kinder werden, desto mehr kommt zum Tragen, daß sie den eigentlichen Sinn dieses Spiels verstehen: das Suchen an sich nämlich!

Was braucht man zum Geocachen mit Kindern?

Als allererstes mal ein GPS-Gerät oder ein Smartphone. Wer ein Smartphone neuerer Generation besitzt, sollte ohne GPS-Gerät auskommen. Wir haben beispielsweise beides und gehen mittlerweile nur noch mit dem Smartphone. Darüber streiten sich aber die Gemüter ;-).

Für Smartphones gibt es Apps, mit denen das Geocachen so richtig Spaß macht! Wir nutzen  CGeo, eine geniale (kostenlose) App für Android. An dieser Stelle nochmal vielen Dank für den Tipp an unsere Freunde und begeisterten Cacher von "Whatabus". Auf Cgeo kann man vorab beliebig viele Caches laden, die sich dann vor Ort offline nutzen lassen. Ein weiterer Vorteil ist, daß man sich unterwegs völlig unkompliziert die Beschreibungen, Bilder etc. noch einmal anschauen kann. Hilft ungemein, wenn der Schatz sich einmal absolut nicht finden lassen will ;-). Wer mit Smartphone geht, muß allerdings auf seine Akkulaufzeit achten! Notfalls halt ein Akku-Pack mitnehmen und auf jeden Fall alle nicht benötigten Funktionen ausschalten.

Dann haben wir immer noch einen Stift und ein kleines Notizbuch dabei. Die Kulis, die den Caches beiliegen, funktionieren bei hohen oder niedrigen Temperaturen nämlich oft nicht richtig. Eine feine Sache ist übrigens auch (im fortgeschrittenen Zustand ;-)) ein kleiner Stempel. Das Notizbuch erweist sich als sinnvoll bei Caches, bei denen es Rätsel oder Rechenaufgaben zu lösen gibt.

Des Weiteren ein Paar Gummihandschuhe und eine Taschenlampe, auch ein kleiner Spiegel ist nicht verkehrt. Des Öfteren sind Caches an dunken oder verwinkelten Orten versteckt und die Gummihandschuhe braucht ihr, wenn ihr in eben diesen nicht ungeschützt rumfingern wollt.

Genau dafür braucht ihr übrigens auch einen kleinen Stock, nehmt ihn beim nächsten Waldspaziergang mit. Denn garantiert fehlt er euch beim nächsten mal natürlich genau dort, wo es keine Stöcke gibt ;-).

Zusätzlich packt ihr noch ein kleines Messer oder Multitool ein. Wir hatten schon sehr gut geschützte Caches, an die nicht so leicht ran zu kommen war!

Ganz wichtig und auf keinen Fall vergessen dürft ihr die Tauschgegenstände. Wir haben immer eine Auswahl an 2,3 Sachen dabei. Gut eignen sich z.B. Figuren aus Überraschungseiern oder andere kleine Spielzeuge. Nichts Eßbares und keine Süßigkeiten bitte!

Habt ihr alles beisammen, packt ihr es am besten in einen Rucksack. Dazu noch Getränke und einen Snack, denn machmal dauert die Schatzsuche doch etwas länger als geplant!

Hier noch einmal alles als Checkliste:

  • Smartphone oder GPS-Gerät
  • Tauschgegenstände
  • Taschenlampe oder Stirnlampe
  • Taschenmesser oder Multitool
  • kleiner Spiegel
  • Kuli
  • Notizbuch
  • Stöckchen
  • Handschuhe
  • Wasser und Proviant
  • Rucksack

An Bekleidung wählt ihr auf jeden Fall robuste Sachen, die dreckig werden dürfen. Wir jedenfalls kommen selten so sauber wieder nach Hause, wie wir losgezogen sind ;-). Wichtig sind auch feste Schuhe und, wenn ihr im Wald unterwegs seid, lange Klamotten wegen der Zeckengefahr.

Wie finde ich den richtigen Cache für eine Tour mit meinen Kids?

Auf unserer Karte in diesem Beitrag :-).

Spaß beiseite. Es gibt unzählige Caches und, wie schon eingangs erwähnt, wird die Auswahl kindergeeigneter Caches auf Grund dessen  immer schwerer. Viele Caches werden von den Ownern zwar als solche markiert, die Owner haben selbst aber womöglich gar keine Kinder und schätzen deren Bedürfnisse völlig falsch ein.

Beispielsweise kann ein Cache zwar mit vielen tollen Rätseln gespickt sein, aber das macht dann nach bereits 10 absolvierten Kilometern (und immer noch ohne Schatz) auch keinen Spaß mehr! Oder die "Rätsel" bestehen aus unzähligen, öden Rechenaufgaben und die Kids fühlen sich wie bei einer Stunde Nachsitzen in der Schule.  Oder die Kinder laufen 5 Kilometer total motiviert durch den heimischen Forst, nur um dann am Ende vor einer Mini-Dose zu stehen, in der nichts drin ist. Ich glaube, ich muß nicht extra erwähnen, wie das Kind jetzt guckt, oder? Jedenfalls kann der Spaß am Geocachen ganz schnell vorbei sein und die Kids finden das dann einfach nur noch "öde".

Gott sei Dank gibt es sie aber, die richtig tollen Alternativen. Und genau diese "sammeln" wir unten in der Karte. Wenn ihr auch einen solchen, coolen Cache entdeckt, sendet ihn uns bitte. Ihr braucht unten  nur den Link einzugeben und auf "senden" zu klicken.

Ein paar letzte, wichtige Tipps zum Thema Geocaching mit Kindern:

  • leichte Caches auswählen (Schwierigkeitsgrad und Gelände können selektiert werden!)
  • eher Multies und Traditionals wählen
  • Tabu sind "Lost Places" mit jüngeren Kids! Diese Locations sind zwar oft aufregend aber leider oft auch sehr gefährlich
  • das Gleiche trifft auf viele Caches zu, bei denen geklettert oder gar geschwommen werden muß (Cachebeschreibung genau lesen!)
  • auf die Cachegröße achten! Nur mit größeren Kindern auch Micros wählen (in Micros sind keine Tauschgegenstände!)
  • genug Zeit einplanen, viele Caches dauern länger als gedacht
  • bei längeren Wegangaben ruhig mal das Fahrrad nehmen, das macht Spaß und ist mal was anderes als immer nur zu Fuß (Schloß mitnehmen, falls ihr das Rad zwischendurch irgendwo abstellen müßt!)

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Für weitere coole Tipps für Freizeitaktivitäten mit Kindern empfehlen wir dir unsere Abenteuerpost:

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4 KOMMENTARE

  1. Das ist wirklich eine tolle Alternative. Gerade Kinder sollten sich draußen aufhalten, wann immer es geht. Auf einer Wandertour könnten die Kinder auch ihr Rad mitnehmen, ich denke das macht vielen Spaß.

    • Hallo Reinhard,
      ja, das stimmt. Zumindest, wenn der Weg für`s Radl geeignet ist. Aber so mancher langweilige Forstweg hat so schon an Attraktivität gewonnen. Bei uns auch!
      LG, Steffi

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