Was macht man, wenn die Kids noch klein sind und Berge nicht so als das richtige Ziel erscheinen?

Richtig, man mietet sich ein Wohnmobil und fährt ans Meer. Das jedenfalls war unsere Überlegung vor 4 Jahren und sie sollte sich als absolut folgenschwer herausstellen. Aber lest selbst:

Nachdem wir unser Mobil in Mannheim abgeholt haben und am darauffolgenden Morgen unsere Habseligkeiten für die nächsten 2 Wochen verstaut hatten, konnte es endlich losgehen in unser großes Abenteuer.

Noch schnell unsere Kleine aus der Kita geholt, nen Döner gefuttert und los gings um 14 Uhr Richtung Norden. Wir starten auf der Autobahn in Richtung Würzburg und kommen am späten Nachmittag an unserem 1. Etappenziel, der Rhön an.

Wir nehmen den Stellplatz in Gersfeld-Schachen, der einem CP angegliedert ist. Der Stellplatz erweist sich als Volltreffer, absolut ruhig, traumhafte Aussicht, was will man mehr. Kosten 8,-, Strom 1,-, Ver- und Entsorgung auf dem Campingplatz vorhanden. In der Nähe gibt es einen sehr schönen Spielplatz (der von unserer Kleinen auch gleich in Beschlag genommen wurde) und ein Restaurant, welches wir jedoch nicht getestet haben.

Wohnmobilstellplatz Gersfeld
Stellplatz Gersfeld

⇒ ⇒ ⇒ Tolle, kindergeeignete Wohnmobilstellplätze findet ihr hier!

Am nächsten Morgen fahren wir zur Wasserkuppe, dem höchsten Berg in der Rhön. Wir sind wirklich überrascht, wie schön es hier ist. Eine tolle Gegend und keine 2,5 Autostunden von uns entfernt.

Wir schauen ein wenig den Gleitschirmfliegern zu, Torsten geht selbst aber nicht fliegen, weil es doch sehr ruppige Bedingungen sind. Danach schauen wir uns noch das Märchenparadies an, welches für Kinder ganz toll gemacht ist, doch dazu später mehr.

Gleitschirmflieger Wasserkuppe
einfach nur schööön...

Aber wir wollen ja eigentlich an die Nordsee und so reißen wir uns los und fahren am Nachmittag in Richtung Hannover weiter.

Morgen wollen wir mit unserer Tochter Lara in den Serengetipark und so nehmen wir den Stellplatz in Hodenhagen. Entfernung zum Serengetipark etwa 3 Km. Der Stellplatz liegt sehr ruhig am Ortsrand, ist kostenlos. Es gibt keine Ver- und Entsorgung, Strom ist aber verfügbar.

Wohnmobilstellplatz Hodenhagen
Stellplatz Hodenhagen

Den nächsten Tag verbringen wir komplett im Park, was uns allen sehr gut gefällt. Die Bustour durch den Park ist für kleine Kinder etwas lang. Man kann auch mit dem eigenen Auto fahren, was uns entgegengekommen wäre. Allerdings wollten wir nicht riskieren, dass sich einer der Affen ein Souvenir von unserem Miet-Wohnmobil behält :-).

Der Park an sich ist wirklich sehr schön gemacht, insbesondere die "Affenwelt" ist sehr schön gestaltet und vor allem auch sehr artgerecht! Viel Platz für die Tiere und interessante Gehege. Dann gibt es noch einen großen Vergnügungspark mit Wildwasser, tollen Rutschen, ner kleinen Achterbahn usw. Wirklich nett gemacht, schauen wir uns sicher noch mal an, wenn wir mal wieder gen Norden fahren.

Serengeitpark
das "Baby" unter den Äffchen....sweet
Serengetipark
faule Kuschelkätzchen

Da es an dem Tag recht warm war und wir ziemlich verschwitzt, haben wir noch direkt auf dem Parkplatz des Parks geduscht und danach einen Kaffee getrunken. Da haben wir zum ersten Mal gemerkt, wie toll doch so ein WoMo ist!
Danach sind wir dann weiter gefahren in Richting Nordsee. Entschieden haben wir uns für den Stellplatz in Lunden-Wollersum. Volltreffer: Natur pur, direkt am Wasser und vor allem, am Ende der Welt :-).
Außer uns stand nur noch ein anderes Wohnmobil dort. Der Stellplatz befindet sich in Lunden, von dort aus muss man bis zur Badestelle fahren, quasi, bis es nicht mehr weitergeht. Der Stellplatz ist kostenlos, es gibt aber auch weder V+E, noch Strom, dafür aber eine grandiose Kulisse.

Stellplatz Lunden Wollersum

Stellplatz Lunden Wollersum
Abendstimmung am Stellplatz

Am nächsten Morgen erwachen wir umgeben von gefühlten 1 Million Schafen, die am Abend definitiv noch nicht da waren! Wir genießen ein schönes Frühstück und fahren dann weiter nach St. Peter-Ording, wo wir ein paar Tage bleiben wollen.

Wohnmobilstellplatz Lunden Wollersum
Frühstück mit Traumausblick auf die Eider
Wohnmobilstellplatz Lunden Wollersum
wir sind nicht allein 😉

Wir fahren weiter nach Sankt Peter Ording und wollen dort eigentlich in den Campingpark Olsberg. Doch, oje, dieser war voll, um nicht zu sagen, übervoll. Da hätte keine Maus mehr Platz gehabt! Also weiter zu Variante 2, Camping Biehl in Ording. Dort das Gleiche, auch voll.

Da wir durch unsere einsamen SP in den letzten Tagen dringend eine V+E brauchten, fragten wir hier freundlich nach, ob dies möglich wäre. Es kam die unwirsche Antwort, dort würden gerade mehrere Fahrzeuge warten. Wir mal nachgeschaut und siehe da: keiner da. Das fanden wir schon sehr unverschämt und irgendwie gefiel uns dieser Ort von Minute zu Minute weniger.

Was also tun? Schließlich wollten wir hier 3,4 Tage zur Ruhe kommen. Wir stellten uns erstmal an den Strandparkplatz. Lagebesprechung.

Von dort aus haben wir mit dem Rädern eine kleine Erkundung in den Ort und an den Strand gemacht und unser erster Eindruck wurde leider bestätigt. Hier gefiel es uns ganz und gar nicht! Zuviel Trubel, zuviel Nepp, zuviel Autos und, wie wir feststellen mussten, auch "zuviel" Strand. Viel zu weit weg zum Wasser, besonders für kleine Kinder, die ja auch mal am Wasser buddeln wollen. Zu allem Überdruß fing es nun auch noch zu regnen an.

Also noch schnell auf dem Strandparkplatz ne Portion Nudeln gekocht und weiter nach Tönning, was wir uns sowieso anschauen wollten. Dort haben wir erstmal entsorgt und waren dann gleich etwas entspannter. Als wir soweit waren, um das Örtchen zu erkunden, fing es leider wieder zu regnen an. Aber wir sind ja keine Weicheier und sind trotzdem mit den Rädern los. Was sich als schwerer Fehler erwies, da aus dem Schauer ein Wolkenbruch wurde, der uns und unseren Rucksack komplett durchnässte. Trotzdem haben wir noch das obligatorische Krabbenbrötchen am (bei Sonnenschein wahrscheinlich wirklich sehr schönen Hafen) vertilgt.

Zu allem Überfluß schlief uns unsere kleine Tochter auch noch auf dem Rückweg im Fahrradsitz ein und ließ sich nur unter allergrößtem Protest wieder aus diesem entfernen. Jeder, der kleine Kinder hat, weiß jetzt sicher, was ich meine!

Bilanz des Tages: ein abgesoffenes Handy, ein brüllendes Kleinkind, der Camper voller nasser Klamotten und die Stimmung auf dem Tiefpunkt. Deshalb gibt es von diesem Tag auch keine Bilder, tut mir leid...

Wir beschließen, Sankt Peter Ording und Umland können uns gerne haben und steuern auf direktem Wege Dänemark an, wo wir uns wieder etwas mehr Ruhe und Einsamkeit versprechen. Wie toll doch so ein WoMo ist, das wird uns jetzt schlagartig klar. Hätten wir, wie sonst immer, hier eine Ferienwohnung für 2 Wochen gebucht, ich glaube, ich wär ausgerastet. Diese Unabhägigkeit ist wirklich durch nichts zu ersetzen!

Nach 2 Stunden Fahrt werden wir dann aber doch müde. Ein Blick in den Bordatlas verspricht einen Stellplatz in Süderlügum nach unseren Vorstellungen, und auch hier werden wir wieder positiv überrascht. Der Stellplatz liegt etwa 2Km außerhalb von Süderlügum (welches übrigens sehr hübsch ist) auf einem Bauernhof. Wir stehen ganz allein. Am Morgen kommt die Bäuerin und kassiert €5,- für den Platz und 1,50 für den Strom. Für Lara ist es hier ganz toll, direkt vor unserem Wohnmobil liegt eine Pferdekoppel, auf die am Morgen die Pferde und ein 5 Tage altes Fohlen gebracht werden. Schöööön!

Zuviel Komfort darf man aber nicht erwarten, alles ist ein bisschen unordentlich. Eindeutig nimmt man es hier nicht zu genau. Dafür ist die Familie umso netter . Als wir nach Wasser fragen, legt uns der Bauer einfach einen Schlauch hin und Grauwasser ablassen kann man hinter dem Gehöft auch. Außerdem gibt ein noch einen kleinen Spielplatz.

Wohnmobilstellplatz Süderlügum
direkt vor unserer Nase

Am nächsten Morgen fahren wir weiter nach Dänemark. Als Campingplatz habe ich "Vejers Strandcamping" herausgesucht, der freie Platzwahl und viele Kuschelplätze in den Dünen verspricht. Hier erhoffen wir uns die paar Tage Ruhe, die wir eigentlich in Sankt Peter Ording verbringen wollten.

Spontan machen wir noch einen Zwischenstopp in Ribe, was sich als wunderschönes altes Städtchen erweist. Und wir mögen eigentlich überhaupt keine Städte! Dieses hier ist jedoch "anders". Wir parken am Stellplatz Süd in Ribe (kostenlos für 48 Stunden, V+E auch kostenlos) und radeln in 5 Minuten am wunderschönen Friedhof vorbei ins Städtchen. Dort bummeln wir per Rad durch die vielen Gassen. Unerwartet treffen wir auf einen kleinen, schönen Hafen und schlecken dort unser erstes dänisches Eis, hm... Spontan wissen wir nicht, ob wir nun dänisches oder doch eher italienisches Eis besser finden :-).

Ribe
wunderschönes Ribe

Ribe

Ribe
Hier hätten wir ewig bleiben können. Leider ist es schon später Nachmittag und nach der schlechten Erfahrung in Sankt Peter Ording mahne ich zum Aufbruch.

Irgendwann nach 6 Uhr landen wir in Vejers Strand und es ist einfach nur WOW! Ein toller Natur-Camping, der trotz Ferien nicht überfüllt ist. Man kann sich seinen Platz in den Dünen wirklich selbst wählen und es herrscht eine ganz relaxte Stimmung. Es ist einfach nur schön und wir fühlen uns sofort wohl. Leider erweist sich der Platz in der Saison als recht teuer (€ 42,- für 3 Personen und Strom), in der Nebensaison wird aber ACSI akzeptiert und dann ist es ein echter Tipp! Es gibt einen Spielplatz, Waschmaschine, Supermarkt, Imbiss etc. und sehr saubere Sanitäre Anlagen, die wir aber wie immer nicht genutzt haben. Und dann dieser Strand...

Am Abend haben wir gleich noch ein tollen Sonnenuntergang über dem Platz. Leider können wir nicht ans Meer, weil ja im Camper unsere kleine Tochter schläft. Aber schon vom Wohnmobil aus ist es sehr schön!

Vejers Strand camping

Vejers Strand camping

Wir verbringen 2 wirklich schöne Tage mit Sonne, Wind und Meer. Relaxen am Strand, fahren Nachmittags ins Örtchen zum Eis essen, grillen. Lara kaufen wir einen Drachen, den sie mit ihren noch nicht ganz 3 Jahren schon superstolz alleine hält.

Vejers Strand
meine stolze Tochter

Vejers Strand

Vejers Strand
Kinderträume...

Vejers Strand

Vejers Strand
Vejers Strand bei Ebbe

Von mir aus hätte es ewig so weitergehen können, doch leider wird das Wetter immer schlechter. Windig war es schon die ganze Zeit, doch nun kühlt es immer mehr ab und es beginnt zu regnen. Den ersten Regentag verbringen wir noch ganz entspannt im WoMo und am frühen Abend hört es sogar für eine Stunde auf und wir können mit dem Rädern in den Ort, essen Eis und kaufen Mitbringsel. Kaum am Wohnmobil, regnet es schon wieder.

Es regnet die ganze Nacht hindurch und den folgenden Tag. Wir fahren ins Schwimmbad von einem 5*****Campingplatz nebenan in Blavand (CP Hvidberg). Das Bad ist zwar komplett überfüllt (war zu erwarten), aber gerade für Kinder sehr nett gemacht. Wir bekommen den Tag gut rum.

Am nächsten Morgen hat der Regen aufgehört und kurz scheint sogar die Sonne. Frohen Mutes ziehen wir zum Strand, wo wir nach 1 Stunde wieder weg müssen. Unsere Tochter hat trotz voller Montur und Strandmuschel blaue Lippen und wir wollen kein krankes Kind riskieren. Es hat sich auf 13 Grad abgekühlt und es bläst ein eisiger Nordwind. Die Gischt vom Meer erreicht uns noch mehrere hundert Meter weiter am Dünengürtel.

Eigentlich ist dieses raue Wetter ja toll, zu zweit würde man sich mit einem heißen Tee in sein Wohnmobil kuscheln, ein schönes Buch lesen und einfach relaxen. Aber mit Kleinkind ist das halt leider was anderes...

Wir wären gerne noch geblieben. Aber gut, also Internet an und geschaut, wo ist es schöner. Richtig rosig sah es erwartungsgemäß nirgendwo aus, aber die Ostsee meldete immerhin 20 Grad. Also abends um 8 das Wohnmobil starklar gemacht und los gings wieder...

Um ca. halb 11 Uhr abends kommen wir am Stellplatz Maasholm an der Schleimündung an. Es ist rappelvoll und seeehr laut, was uns wundert, hatten wir doch einen ruhigen, idyllischen SP empfohlen bekommen. Wir finden aber noch ein Fleckchen und da wir hundemüde sind, schlafen wir ruckzuck trotz penetranter Blasmusikunterstützung ein.
Mein Mann meint noch "ist sicher irgendwo ein Fest" und so war es auch.

Am nächsten Morgen bin ich schon gegen 8 Uhr wach, meine beiden anderen pennen ungelogen bis 9.15 Uhr!

Ein kurzer Testblick aus der Dachluke über dem Hubbett präsentiert mir einen makellosen blauen Himmel. Nun hält mich nichts mehr! Ich schleiche mich aus dem Camper und lasse meine Beiden ratzen. Auf der Suche nach einem Bäcker durchstreife ich ganz Maasholm. Einen sooo weiten Spaziergang hatte ich eigentlich nicht geplant, aber dieser Morgen ist einfach zu schön und so stört es mich gar nicht, dass ich erstmal keinen Bäcker finde. Es ist ein Genuss, an diesem kühlen, sonnigen Morgen durch die noch verschlafenen Gassen zu schlendern und ich bin ganz allein. Nebenbei entdecke ich noch einen Fischladen und beschließe, nachher nochmal mit dem Rad herzukommen.

Wieder am Hafen angekommen, inzwischen ist es 9 Uhr, ist der Hafenmeister da und erklärt mir, wo ich Brötchen bekomme. Also nochmal in die andere Richtung gestiefelt und beim Bäcker schöne warme Brötchen und noch 3 Stücken oberleckeren Kuchen gekauft. Am Hafen durfte ich dann auch feststellen, daß das ganze Wochenende Hafenfest ist. Daher der Lärm und wohl auch der sehr volle Stellplatz. Wobei ich sagen muss, dass es die restliche Zeit sehr ruhig blieb und das Fest eigentlich nicht mehr störte.

Zurück am Camper war die restliche Belegschaft wach und wir haben schön draußen gefrühstückt. Danach haben wir uns gleich auf die Räder geschwungen und die Gegend erkundet. Und für ausnehmend schön befunden! Eine wirklich sehr romantische und landschaftlich schöne Ecke, auf der einen Seite die Schleimündung, auf der anderen die Ostsee.

An die Ostsee gelangen wir per Rad in ca. 15 Minuten. Man biegt um die Ecke und ist auf einmal am Strand. Übrigens einer der letzten Naturstrände in Deutschland! Der Radweg führt direkt am Ufer entlang, ich glaube, es gibt nicht viele Stellen am Meer, wo das so ist. Meist versperrt ja doch ein Deich die Aussicht, zumindest in Deutschland. Der Strand selbst ist recht schmal und mit Steinen durchsetzt, das Wasser ist leider nicht sehr sauber, es schwimmt viel Seetang rum und danach riecht es auch. Wir bleiben trotzdem, denn die Kulisse an sich ist wirklich hübsch und verspeisen erstmal unseren zuvor gekauften Heilbutt und Brathering. Hm...

Am Mittag wird es tatsächlich so warm, daß wir unsere Klamotten gegen Badesachen wechseln können (das 2. Mal übrigens erst in diesem Urlaub) und sogar noch kurz in die Ostsee springen.

Maasholm Strand
kleiner Dünengürtel am Strand
Maasholm Strand
Naturstrand Maasholm
Maasholm Strand
Radweg Maasholm, direkt am Ostseestrand entlang

Wieder zurück am Wohnmobil kochen wir erstmal ein Käffchen und verspeisen diesen unglaublich leckeren Johannisbeerkuchen. Danach gehen wir noch mit Lara auf den Spielplatz. Dieser ist direkt neben dem Stellplatz und sehr schön gemacht. Riesig groß mit schönen Geräten, gibt das Bild leider nicht wieder. Es gibt noch ein Seilrutsche und einiges mehr, was man auf dem Bild nicht sieht. Jedenfalls findet es Lara ganz prima dort und es braucht schon einige Überredungskünste, um sie dort wieder weg zu bekommen.

Abends grillen wir noch und gehen danach noch kurz zum Hafen und essen ein Eis. Der Hafen ist wirklich sehr schön und es liegen hunderte Boote dort, vom Fischkutter bis zur Yacht kann man so ziemlich alles bewundern.

Ach so, der Stellplatz ist auch sehr gut organisiert, kostet € 10,- ohne Strom und € 12,- mit Strom für 24 Stunden. Der Hafenmeister kommt 2x täglich zum Kassieren. V+E gibt es auch (kostenfrei), außerdem sehr große Sanitärs, die wir jedoch nicht getestet haben. Der Zugang dort erfolgt über ein Kartenzahlsystem und ich glaube, die Sanis sind auch für die Segler mit zu benutzen.

Maasholm Spielplatz

Maasholm Hafen
im Hafen von Maasholm

Am nächsten Tag erwachen wir mit einem leider allzu bekannten Geräusch, es regnet. Ach nöö, nicht schon wieder :-(.

Gott sei Dank hört es später auf, aber ein so schöner und sonniger Tag wie der Vorige sollte es leider nicht mehr werden. Bis zum Mittag bleiben wir am Camper, danach schlendern wir zum Hafen und machen eine Bootsfahrt entlang der Schlei nach Kappeln. Die Fahrt ist zwar recht kurz, dafür landschaftlich sehr schön. In Kappeln können wir dann einen kurzen Landgang machen und schauen uns den Hafen an. Gefällt uns gut und hat, wie auch schon in Maasholm ein tolles maritimes Flair, ohne zu "übertourisiert" zu wirken. Nach der kleinen Bootstour ist nochmal Spielplatz angesagt.

Hier gefällt es uns insgesamt so gut, dass wir uns noch ein paar Tage vorstellen könnten. Aber leider neigt sich der Urlaub langsam aber sicher dem Ende zu und wir müssen an die Rückfahrt denken, da wir noch etwa 800 Kilometerchen vor uns haben.

IMG_2873
Schleimünde
Schlei
Nettes Domiziel an der Schlei
Kappeln
Kappeln
Maasholm
Hafen Maasholm

Also fahren wir abends weiter bis zum Stellplatz Göttingen am Erlebnisbad Eiswiese. Hier kommen wir nachts um halb 12 an und stellen erschrocken fest, dass alle Stellplätze belegt sind. Da dies aber scheinbar öfter vorkommt, hat man auf dem Parkplatz des Schwimmbades noch ein paar Ausweichplaätze eingerichtet, wo wir auch noch einen bekommen. Der eigentliche Stellplatz ist nett gemacht und etwas vom Schwimmbad abgesondert. Kosten 9,- über Parkscheinautomat. V+E vorhanden. Wir haben diesen Stellplatz gewählt, da wir am nächsten Morgen ins Bad gehen wollen, falls es wieder regnet.

Das tut es aber nicht und so fahren wir direkt weiter über die Landstrasse B27 in Richtung Fulda. Die Strecke, insbesondere der erste Teil durchs Werratal ist landschaftlich sehr schön und man spart sich die häßliche Autobahnstelle zwischen Göttingen und Fulda über Kassel.

Da es uns in der Rhön auf dem Hinweg so gut gefallen hat, fahren wir zur letzten Übernachtung wieder direkt dorthin. Wir kommen am Nachmittag an und leider schüttet es bis Abend so stark, dass wir das Wohnmobil nicht verlassen können.

Am nächsten Tag ist wieder schönes Wetter und wir fahren nochmal zur Wasserkuppe, wo Lara mit dem Papa ihre erste Sommerrodelbahnfahrt erleben darf. Nach der ersten Fahrt war klar: ok, wir müssen noch ne 6er Karte kaufen :-).

Danach machen wir noch eine kurze Wanderung von einer knappen Stunde und lassen den wirklich gelungenen Tag in einem kleinen "Waldcafe" bei Eis und Crepes ausklingen.

Wasserkuppe
Sommerrodelbahn Wasserkuppe

Wasserkuppe

Wanderung an der Wasserkuppe

Tja, so richtig hat diesmal keiner von uns Lust, wieder ins Auto zu steigen, aber hilft ja nix... Gegen 4 Uhr treten wir den Heimweg an und erreichen ca. 7 Uhr Eppingen. Freundlicherweise fängt es hier auch gleich wieder zu regen an und wir machen uns direkt ans Ausladen. Das Regenwetter hält die ganze Nacht und den darauffolgenden Tag an, was uns den Abschied etwas leichter macht.

Ach ja, ich sprach ja am Anfang von einer folgenschweren Entscheidung:

Für uns war es der erste Urlaub mit einem Wohnmobil. Und trotz (oder vielleicht auch gerade wegen) des schlechten Wetters waren wir hellauf begeistert und heillos vom Wohnmobil- und Campingfieber infiziert. Was bekannterweise dazu führte, daß wir mittlerweile unser Eigenes haben und dies für kein Geld auf der Welt mehr hergeben werden!

Also, überlegt es euch dreimal, bevor ihr ein Mobil mietet. Es könnte teuer werden :-).


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10 KOMMENTARE

  1. Ein wirklich unterhaltsamer Bericht, hat Spaß gemacht zu lesen. Wir wünschen euch mit eurem eigenen viele schöne Touren mit hoffentlich besserem oder beständigerem Wetter.

    Liebe Grüße
    Gabriele

  2. Hallo,
    ein sehr schöner Bericht, hat mir gut gefallen. St. Peter Ording ist auch nicht unser Ding. Maasholm gefällt mir gut. Probiert es mal in Ostfriesland, Greetsiel ist schön und Harlesiel, direkt am Meer. Da kostet der Campingplatz auch nur ca. 24 Euro….wir fahren gerne nach Schweden und Norwegen. Das wäre auch was für euch. (Evtl. wenn die Kleine etwas größer ist) Noch viel Spaß mit eurem Womo. Habe einige Bilder bei FB, müsst auf auf Fots klicken und auf Alben. Bis dann !

    • Hallo Gisela,
      danke für deinen netten Kommentar und die Tipps! Nächstes Jahr gehts für uns auf jeden Fall in den NOrden. Schweden, Norwegen oder Schottland stehen an. Mal sehen, wohin es uns verschlägt. Ich schau mir gleich mal eure Bilder an.
      LG, Steffi

  3. hallo aus berlin
    na das war doch ein schöner urlaub für euch – bis auf kleine reinfälle lächel
    viel spaß bei den nächsten ausfahrten
    euer beriicht hat sich klasse gelesen, als wenn man mit dabei wäre
    gruß

  4. Dafür reist ihr ab jetzt umso günstiger und Wohnmobilfreiheit ist doch durch keine Ferienwohnung zu ersetzen, oder? Für mich jedenfalls nicht … 😉
    Dein Bericht mit den vielen tollen naturnahen Stellplätzen macht richtig Lust zum Losfahren und Dänemark scheint auch recht interessant zu sein. Wir waren dieses Jahr in Lettland und Estland unterwegs. Da gibt es auch noch viele schöne naturnahe Plätze und kilometerlang menschenleeren Ostseestrand. Danke für den schönen Bericht.
    Viele Grüße
    Stefanie

    • Hallo Stefanie,
      freut mich, daß dir der Bericht gefällt. Nächstes Jahr geht es für uns auch wieder nach Norden. Norwegen oder Schottland stehen zu Auswahl! Natürlich mit dem Camper 😉
      LG, Steffi

  5. Hallo, wir haben 2015 eine ähnliche Tour gemacht. Dänemarks Norseeküste hoch und an der Ostsee wieder runter. War sehr schön. Wir haben z.T. die Orte wieder aufgesucht an denen wir mit unseren Kindern schon vor 40 Jahren waren. Von der Infrastruktur hat sich vieles geändert, was aber geblieben ist, ist die Ruhe und Gelassenheit der Menschen. Die Landschaft und die Strände sind weitgehend Naturbelassen. Ein Wort wie Kurtaxe scheint es in Dänemark nicht zu geben. Kinder die herumtoben sind normal aber das hat sich ja in Deutschland auch schon zum Positiven geändert.
    Auf der Rückfahrt wollten wir auch nach St. Peter Ording aber auf Grund der übervollen Stellplätze sind wir weitergefahren nach Tönning. Das war eine sehr gute Entscheidung. Der Platz und der Ort sind sehr schön. Wir sind von dort mit dem Fahrrad nach Friedrichstadt gefahren, was man unbedingt tun sollte, wenn man schon dort oben ist. Haben das Eidersperrwerk besichtigt und sind auch mit dem Rad in St. Peter Ording gewesen. Ich wollte gern mal sehen was an St. Peter Ording so schön ist, Habe aber ausser überbordendem Touristmuss nicht viel positives entdecken können. Mein Tipp ist, fahrt doch mal bei schönerem Wetter nach Tönning und auch nach Friedrichsstadt, wo es auch einen Womo Stellplatz gibt.
    Wir fahren übrigens morgen nach Maasholm.
    Ich wünsche euch noch viele schöne Womo Touren.
    Gruß von der Elbe Hubert

    • Hallo Hubert,
      ist ja witzig, dass ihr mit Sankt Peter Ording die selben Erfahrungen gemacht habt. Und ich dachte schon, ich wär der Ausnahmefall 🙂 . In Dänemark sind wir auch immer wieder gern, dieses Jahr z.B. auf der Durchreise nach Norwegen. Wir mögen dort auch dieses Enspannte und die lockere Atmosphäre.
      LG, Steffi

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