Welches Element übt seit jeher eine schier magische Anziehungskraft auf Kinder aus?

Wasser.

Wo Wasser ist, da ist Leben. Und wo Leben ist, da gibt`s was zu entdecken. Und wo es was zu entdecken gibt, wird es den lieben Kleinen garantiert nicht langweilig.

Es ist also immer eine gute Idee, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden und eine Wandertour mit dem Erlebnis „Wasser“ zu kombinieren.

Hervorragend geeignet für dieses Vorhaben sind Klammwanderungen. Zudem üben enge Klammen und Schluchten noch einmal einen ganz besonderen Reiz auf Kinder (und Erwachsene) aus. Zu eindrucksvoll ist es, wenn sich das Wasser lärmend, sprühend und gurgelnd seinen Weg durch die Schlucht sucht!

Wir haben für euch die 25 schönsten Klammwanderungen im Alpenraum herausgesucht. Bevor wir sie euch jedoch verraten, gibt`s noch ein paar allgemeine Hinweise, was es beim Klammwandern mit Kindern so alles zu beachten gilt.

Wann ist die beste Zeit für eine Klammwanderung?

Manche Klammen können ganzjährig begangen werden. Besonders eindrucksvoll ist die Begehung jedoch im Frühjahr und im Frühsommer. Dann nämlich, wenn das Schmelzwasser der Schneeschmelze in den Bergen abfließt. Je mehr Wasser, desto eindrucksvoller (meistens jedenfalls).

Vor der Begehung einer Klamm solltet ihr euch grundsätzlich im Internet informieren, ob diese auch geöffnet ist. Viele Klammen schließen im Winter, manche bauen sogar vorsorglich aus Sicherheitsgründen ihre Steige ab. Zu groß ist die Gefahr von Eisbruch oder Steinschlag. Auch im Frühjahr sind manche Klammen geschlossen, wenn die Wassermassen der Schneeschmelze einfach zu stark werden und die Klamm unbegehbar machen.

Eine wunderbare Zeit für Klammwanderungen sind außerdem die heißen Sommermonate. Ist es für eine „normale“ Bergwanderung einfach zu heiß, habt ihr mit einer Klamm eine gute Alternative parat. In der Klamm ist es meist kühl und schattig. Oft auch sehr feucht (Sprühnebel) und daher erfrischend.

Manche Klammen sind im Winter geöffnet und bei Frost dann ein tolles Elebnis ganz eigener Art. Bizarr sind die Eiszapfen, die sich überall bilden und die gefrorenen Wasserfälle. Bietet sich euch die Möglichkeit einer winterlichen Klammbegehung, solltet ihr das unbedingt einmal ausprobieren!

Welche Ausrüstung braucht es für eine Wanderung in einer Klamm?

Wichtig sind auf jeden Fall knöchelhohe Wanderschuhe. Die Wege, Treppen und Bohlen sind oft nass und rutschig, so daß ein vernünftiges Sohlenprofil sehr ratsam ist. Knöchelhohe Schuhe schützen den Fuß außerdem beim Umknicken.

Eine (Regen)-Jacke gehört auch ins Gepäck. Vor allem auch im Sommer! Ist es draußen heiss und die Sonne knallt, kann einem in der Klamm doch recht schnell frösteln! Kinder frieren besonders schnell. Dann ist die Motivation im Keller und das Genörgel groß. Soweit sollte es also gar nicht erst kommen!

Für ganz kleine Kinder kann außerdem eine Seilsicherung Sinn machen. Vor allem an rutschigen und nicht so gut gesicherten Steigen.

Ist alles eingepackt, kann’s losgehen!

Die 25 schönsten Klammwanderungen für Kinder im Alpenraum

Wir haben für euch die schönsten Touren rausgesucht und sie nach Regionen unterteilt.

Wenn ihr die gewünschte Klamm anklickt, bekommt ihr weitere Informationen zur jeweiligen Tour und habt die Möglichkeit zum GPS-Download. Ihr könnt euch die Tour aber auch ausdrucken.

Bayern/Berchtesgadener Alpen

Almbachklamm

Aschauer Klamm

Wimbachklamm

Partnachklamm

Tirol

Leutaschklamm

Wolfsklamm

Tiefenbachklamm

Kaiserklamm

Kundler Klamm

Salzburger Land

Krimmler Wasserfälle

Liechtensteinklamm

Kitzlochklamm

Sigmund Thun Klamm

Vorderkaserklamm

Vorarlberg

Bürser Schlucht Brandnertal

Rappenlochschlucht

Allgäu

Breitachklamm

Eistobel

Starzlachklamm

Südtirol / Trentino

Bletterbachschlucht

Gilfenklamm

Rastenbachklamm

Schweiz

Taminaschlucht

Via Mala

Aareschlucht

Weitere Klammwanderungen findet ihr übrigens in dem bisher (leider) einzigen Wanderführer zu diesem Thema:

Klammen und Schluchten in Österreich

von Rudolf Speil

 

 

 

 

 


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2 KOMMENTARE

  1. Hallo Steffi,
    ich habe leider noch nie eine Klammwanderung gemacht und bin daher schon von diversen deiner Posts und Bilder angefixt. Vielleicht wir das nächstes Jahr mal was, aber da habe ich noch einige Fragen: Ist eine Klammwanderung auch mit einem Kind in der Kraxe möglich? Oder ist das Gehen und Steigen mit Kraxe zu gefährlich? Ab welchem Alter können Kinder selbst eine Klamm begehen?
    Viele liebe Grüße,
    Nicole

    • Hallo Nicole,
      also, so wie ich euch jetzt „kenne“, kannst du problemlos mit Kraxe losziehen. Gerade die bekannten Klammen (wie z.B. Breitachklamm, Leutaschklamm usw.) sind ja alle super gut gesichert. Evtl. wird es bei Nässe etwas unbequemer, weil es dann rutschig werden kann. Also vielleicht nicht unbedingt an einem Regentag gehen.
      Im Prinzip kannst du auch schon mit kleinen Kindern, die selbst laufen können,ohne Kraxe gehen. Wir waren z.B. in der Breitachklamm, als Lara zwei war. Das ging sehr gut, weil die eben gut gesichert ist. Sonst nimm auf jeden Fall einen Sicherungsgurt und ein Seil mit, dann kannst du sie ans „anleinen“, wenns zu brenzlich wird. Hatten wir auf jeder Tour dabei, als Lara noch klein war, egal ob Klamm oder Bergtour, und das war echt Gold wert!
      LG, Steffi

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