Neulich haben wir einen Glücksgriff getan…

Irgendwann einmal las ich von einem kleinen, idyllischen Naturcamping im oberen Donautal und dachte sofort: da müssen wir einmal hin!

Gesagt, getan. Auf dem Rückweg von unserem diesjährigen Urlaub im Allgäu bot es sich förmlich an, dem Camping Wagenburg in Hausen im Tal einen Besuch abzustatten. Was für eine gute Idee!

Gleich bei der Ankunft auf diesem wunderschönen, kleinen Camping stellt sich ein absolut relaxtes Gefühl ein. Der Chef des Hauses Platzes erscheint höchstpersönlich, obwohl gerade offizielle Mittagspause ist. Wir könnten uns hinstellen, wo wir wollen. Wunderbar, so gefällt uns das!

Eigentlich ist es völlig egal, wo wir uns hinstellen, alle Plätze sind schön. Da am Ufer der Donau aber noch was frei ist, stellen wir uns direkt an den Fluß. Stühle und Markise raus, Süppchen gekocht … Urlaub.

Camping Wagenburg

Camping Wagenburg

Die Plätze am Fluß sind ein Traum! Die Donau ist hier noch jung und fließt nur ganz gemächlich an uns vorbei. Im Fluß sichten wir Fische größerer Art. Forellen?

Der Wasserstand ist dieses Jahr unglaublich niedrig und liegt zu unserer Zeit bei nur 37cm. Somit fällt Paddeln leider aus. Schade, führt die Strecke doch direkt durch das wildromantische obere Donautal mit seinen spektakulären Felsen rechts und links des Ufers.

Apropos Felsen: direkt vom Platz aus erreicht ihr mehrere Klettergebiete zu Fuß. Von leicht bis ordentlich schwer ist hier alles vertreten. Wer nicht klettern kann oder mag, ersteigt zu Fuß die Felsen und wird mit genialen Aussichten über das Donautal belohnt! Die Wanderwege starten direkt am Camping Wagenburg.

Aber nicht nur paddeln und klettern und wandern kann man hier. Der Donautalradweg führt direkt am Camping Wagenburg vorbei! In beide Richtungen lohnt es sich, die Strecke abzuradeln. Dabei kann man ruhig auch etwas weiter radeln, der Naturpark-Express bringt einen wieder zuverlässig zum Bahnhof in Hausen zurück!

Sämtliches Infomaterial, wie z.B. die Zugfahrpläne bekommt ihr an der „Rezeption“ des Campings. Rezeption ist gut, handelt es sich hier doch um eine Art „Anmelde-Kiosk-Bistro-Infostation“ :-). Betrieben vom Chef des Platzes, welcher, wie schon oben erwähnt, sehr zugänglich ist und wirklich gute Tipps auf Lager hat. Eine intensive Vorbereitung und Planung von zu Hause aus kann man sich somit sparen!

So wie die gesamte Umgebung des Platzes zum Aktivsein einlädt, gestaltet sich auch das Publikum auf dem Platz. Alle sind ausnahmslos entspannt, viele Kletterer und Radler in ihren Bussen und Zelten bestimmen das Bild. Wir jedenfalls haben uns sehr wohlgefühlt unter diesem buntgemischten Völkchen.

Auch für Kinder ist der Platz ein Paradies! Und das, obwohl (oder vielleicht gerade weil?) hier auf die üblichen Kinderbespaßungsmöglichkeiten verzichtet wird. Es gibt eine Rutsche und eine Schaukel. Das wars. Dafür aber eine Slackline, ein Seil, mit dem sich die Kids über einen kleinen Bachlauf schwingen können und gaaanz viel Platz zum Toben und Rennen.

Direkt an der  „Anmelde-Kiosk-Bistro-Infostation“ befinden sich auch die Sanitären Anlagen. Diese sind recht basic, aber super sauber und gepflegt! Zum Duschen braucht man eine Duschmarke.

Allzu viel haben wir in den beiden Tagen, die wir dort waren, nicht gemacht. Zu schön ist der Platz und das Ambiente, da muß man auch mal einfach nur relaxen können. Schaut euch die Abendstimmung am Fluß an! Toll, oder?

Camping Wagenburg

Camping Wagenburg

Eine Mountainbiketour haben wir allerdings gemacht, die wir euch wärmstens ans Herz legen möchten:

Vom Camping Wagenburg aus sind wir zur Burg Wildenstein geradelt.

Hier Download der Tour möglich!

 

Dazu fahrt ihr den Donauradweg in Richtung Beuron. Das ist natürlich auch mit einem normalen Radl machbar, ein Mountainbike braucht es dafür nicht. Wer allerdings denkt, er kann hier gemütlich auf ebenen Wegen radeln, der irrt! Obwohl der Weg am Fluß entlang läuft, geht es ständig auf und ab!

Camping Wagenburg
traumhafte Flußlandschaft am Donauradweg

Vorbei an aller-allerschönster Fluß- und Felsenlandschaft erreicht ihr relativ zügig den Abzweig zur Burg Wildenstein. Aber Achtung, ab hier geht es über 3 Kilometer steil bergauf! Wer sich das nicht zutraut, parkt sein Radl am Abzweig und nimmt lieber den spannenden Tobelweg hinauf zur Burg. Das ist auch auf jeden Fall anzuraten, wenn ihr mit kleineren Kids unterwegs seid. Für die ist der Anstieg mit dem Radl nicht machbar!

Alle anderen sollten sich jedoch hochquälen, führt doch der Weg durch wunderbaren, schattigen Buchenwald, schööön…

Burg Wildenstein
Auffahrt zur Burg Wildenstein durch wunderbaren Buchenwald

Oben an der Burg kann es entweder sehr einsam sein (wir hatten Glück!) oder aber ihr trefft auf eine oder mehrere Busladungen Rentner, die sich die Burg auch anschauen wollen!

Ist gerade nichts los, ist jetzt der ideale Zeitpunkt gekommen, eine Rast einzulegen. Dazu geht ihr über den doppelten Burggraben ins Innere und entdeckt … jawohl, einen wunderschönen Innenhof mit Burgschenke! Wir waren ganz begeistert und haben uns ein wohlverdientes Radler schmecken lassen! Das Angebot an Speisen und Getränke ist bescheiden, sieht aber alles sehr gut aus!

Burg Wildenstein
doppelter Burggraben, hier der innere
Burg Wildenstein
schöner Innenhof mit Burgschenke

Habt ihr Pech und die Busladungen sind vor euch da, wandert ihr am besten erstmal ein Stückchen. Nämlich zum Bandfelsen. Der Weg ist schön, auf schmalen Pfaden geht’s auf und ab durch den Wald.

Am Aussichtspunkt verschlägt es einem regelrecht die Sprache, so schön ist das! Ihr blickt über das Donautal, auf der linken Seite geradewegs auf die Burg Wildenstein, auf der rechten Seite zum Eichfelsen (auch einem berühmtem Aussichtspunkt).

Oben steht eine Bank, auf die muß man sich einfach hinsetzen und die Szenerie wirken lassen. Mit Kindern ist allerdings Vorsicht geboten! Eine Absperrung gibt es nämlich nicht und es geht geradewegs 200m in die Tiefe Richtung Fluß.

oberes Donautal
Was für ein Panorama!
oberes Donautal
Aussicht auf Burg Wildenstein

Zurück muß man leider wieder den gleichen Weg nehmen, aber das ist nicht schlimm, ist der doch schön und auch nicht besonders lang!

Wer nach der Tour nochmal einkehren mag, kann das am Biergarten kurz vor dem Camping Wagenburg tun. Hier gibts auch einen Minigolfplatz und eine Bogenschießanlage.

Wir aber ziehen die Ruhe unseres wunderbaren Stellplatzes vor und werfen den Grill an.

Schön war`s, Camping Wagenburg! Uns wirst du nicht so schnell los, wir kommen auf jeden Fall wieder!

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