Heute stellen wir Euch eine anspruchsvolle Tour auf Korsika vor. Der Lac de Melo ist zwar leider kein einsamer Ort und Ihr werdet sicher nicht allein unterwegs sein. Dafür ist die Tour dort hoch umso schöner. Schon die Anfahrt durch das wildromantische Restonica-Tal an sich ist ein Erlebnis!

Lac de Melo Tourdaten:

Schwierigkeit: mittel/schwer je nach Alter der Kinder

Altersgruppe:  ab 6 Jahre selbstlaufend, für Kinderwagen und kleine Kinder nicht geeignet!

Ausgangspunkt: Parkplatz Restonica-Tal

Ziel: Startpunkt, Rundtour

Anfahrt: von Corte aus mit dem Auto ins Restonicatal. Am Ende der Straße befindet sich ein Wanderparkplatz. Kommt Ihr nicht rechtzeitig, müßt Ihr an der Zufahrtsstraße parken und hochlaufen. Achtung: ab Camping Tuani ist die Strasse für Wohnmobile gesperrt, da zu eng!

Strecke: etwa 6 km, hin- und zurück

Ausrüstung: auf jeden Fall Wanderschuhe, normale Turnschuhe reichen nicht! Warme Kleidung zum überziehen, oben am See ist es deutlich kühler!

Lac de Melo Wanderung:

Bei dieser Wanderung bietet es sich an, antizyklisch zu gehen. Zur Kernzeit ist es am Lac de Melo für gewöhnlich recht voll. Außerdem zieht es ab dem späten Mittag oft oben am See zu.

Entlang der Zufahrtsstraße finden sich immer wieder Buchten, an denen man anhalten und zu wunderbaren Badegumpen absteigen kann. Das sollte man sich aber lieber für den Rückweg aufheben, sonst wird es zeitlich eng.

Lac de Melo
Anfahrt duch`s Restonicatal

Ihr startet also oben am Wanderparkplatz. Der Weg ist anfangs noch sehr bequem zu gehen und wird landschaftlich immer schöner, je tiefer man ins Tal vordringt. Man kommt an vielen kleinen Wasserbecken vorbei. Bei warmen Wetter laden sie zum Baden ein, aber Achtung, das Wasser der Restonica ist eiskalt! Es finden sich teils traumhafte Fleckchen ein paar Meter abseits des Weges, die zum Rasten einladen.

Lac de Melo
Wasserfall auf dem Aufstieg

Bei der Bergerie de Grotelle kann man in der Saison einkehren, sie ist über den Sommer bewirtschaftet. Hier laufen auch immer mal Kühe und Ziegen frei herum. Pferde haben wir bei einem früheren Besuch auch schon mal gesichtet.

Ihr gelangt, immer noch auf bequemen Pfad zu einer zweiten, absolut urigen Bergerie. Danach wird der Weg dann deutlich anspruchsvoller. Hinter der zweiten Bergerie muß man sich entscheiden. Es gibt eine einfache und eine schwierige Variante. Wobei wir die schwierige Variante als einfacher empfanden :-). Der einfache Weg ist sehr geröllig und daher mühsam zu gehen. Die "Acces difficil" (schwierige Route) führt über schräg abfallende Granitplatten. Die Hände müssen durchaus eingesetzt und es darf viel geklettert werden. Für die Kinder die absolut bessere Wahl. Hier kommt garantiert keine Langeweile auf! Sollte es allerdings vorher geregnet haben, kann es hier gefährlich und rutschig werden!

Lac de Melo

Zum Abschluß folgt eine Kletterpartie über ein paar versicherte Stellen und recht steile Leitern. Oben angekommen steht man auf einmal am See. Ein überwältigendes Panorama!

Lac de Melo
Am See

Tipp: etwas abseits vom See liegt eine Quelle ("Source"), sie kommt direkt aus dem Berg. Hier könnt Ihr gefahrlos Wasser nachzapfen. Toll!

Mit größeren Kindern kann man dann noch nach rechts zum Lac de Capitello weiter steigen. Dieser See ist so ganz anders und ebenfalls sehr beeindruckend! Mit Kindern unter 10 ist das aber nicht machbar!

Den Rückweg geht man entweder die gleiche Strecke oder aber die "einfache Variante". Wir haben den Rundweg gewählt, um einfach noch einmal einen anderen Landschaftseindruck zu bekommen. Und das ist auch so, der Abstieg runter ins Tal ist landschaftlich wunderschön und nochmal ganz anders als der Aufstieg.

Eine Warnung an dieser Stelle:

Wir waren Anfang Juni unterwegs und es hatte in diesem Wegabschnitt noch Restschneefelder. Das war von unten nicht zu sehen! Umkehren ist dann zeitlich auch schlecht möglich. Wenn die Schneefelder da sind, müssen die Kinder gesichert werden! Es geht wirklich steil nach unten und man darf definitiv nicht wegrutschen. Leider haben wir hier vor lauter Konzentration keine Fotos gemacht!

Ansonsten ist der Rückweg zwar etwas langweilig, aber problemlos. Es geht die ganze Zeit über grobe Steine nach unten. Unten wartet dann noch eine kleine Bachquerung und dann ist man auch schon da!

Am Parkplatz grüßen die Zelte der GR20-Trekker die ankommenden Wanderer. Und wir?

Wir grüßen sehnsüchtig zurück...

Lac de Melo
die Zelte der GR20-Trekker

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